Sehenswürdigkeiten

Kloster der Barmherzigen Schwestern

Am Berghang südöstlich von Laab im Walde liegt das Kloster der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul. Der älteste Teil des Gebäudes war im vorigen Jahrhundert eine Kaltwasserheilanstalt. Nachdem diese aufgelöst war, konnte die Ordensleitung durch eine großzügige Schenkung eines Wohltäters 1879 das Haus erwerben.

Seither dient es den Barmherzigen Schwestern als Altenheim, aber auch als Exerzitien - und Urlaubsheim für erholungsuchende Schwestern. In den Jahren 1912 und 1913 wurde das Haus ausgebaut und es entstand der heutige Altbau und die dem Heiligsten Herzen Jesu geweihte Kapelle. Sie ist im barocken Stil erbaut und wurde im Jahr 1996 renoviert. In dieser Zeit entstand auch der sehr schön angelegte Garten, eine Oase der Ruhe für innere Einkehr- und Erholungsuchende.

Neben dem Alten- und Erholungsheim betrieben die Schwestern auch eine Landwirtschaft, wodurch sie ihr Krankenhaus in Wien Stumpergasse, "das Mutterhaus", mit Gemüse, Fleisch und Milchprodukten versorgen konnten. Diese wurde 1996 neu errichtet und auf biologischen Betrieb umgestellt.

Durch die steigende Zahl älter werdender und erholungsbedürftiger Schwestern entschloss sich die Ordensleitung Anfang der neunziger Jahre erneut zu bauen. In den Jahren 1991-1993 wurde so der heutige Neubau errichtet, der dem Altbau harmonisch angeglichen wurde. Zehn Jahre später bekommt das Altgebäude durch erneuten Um- und Ausbau den Standard dieses Neubaus. Gleichzeitig wird das Gebäude auch verstärkt für Seminarbetrieb eingerichtet, um auch für die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Krankenhäusern des Ordens gerüstet zu sein.

Dieser Umbau soll im Dezember 2002 abgeschlossen sein. Zurzeit bewohnen das Kloster 74 Schwestern, die hier zum Teil arbeiten und zum Teil ihren Lebensabend verbringen. Zur Gemeinde Laab hatten die Schwestern immer eine enge Beziehung. Lange Zeit wirkten sie im Kindergarten und liefern auch heute noch das Mittagessen aus der Klosterküche. Nicht zuletzt auch durch die biologischen Produkte aus dem Annahof hat die Schwesterngemeinschaft einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung.